Definition
Eine formale operative Vereinbarung, bei der Polizeibeamte und Fachkräfte für Verhaltensgesundheit oder Sozialdienste gemeinsam auf Vorfälle mit psychischen Krisen, Substanzgebrauch oder anderen Verhaltensproblemen reagieren, sodass klinische Einschätzung und öffentliche Sicherheitsbefugnis gemeinsam vor Ort sind.

Prinzip

Prinzip
Klinische Expertise mit rechtlicher Autorität koppeln, um sofortige, sicherheitsbewusste Einschätzung, Deeskalation und Weiterleitung zu den am wenigsten einschränkenden Interventionen durchzuführen und dabei öffentliche Sicherheit und Bürgerrechte zu wahren.

Demonstration

Demonstration
Ein Streifenbeamter und ein lizenzierter Kliniker werden zu einem Notruf wegen Suizidgedanken geschickt; der Kliniker führt die psychische Beurteilung und kurzfristige Behandlungsplanung durch, während der Beamte den Einsatzort sichert und Sicherheitsentscheidungen unterstützt.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Den Kliniker lediglich als symbolische Begleitung zu verwenden ohne Einfluss auf Entscheidungen, oder das Team in deutlich gewalttätige, unsichere Einsätze zu schicken ohne angemessene Schutzmaßnahmen, wodurch Personal gefährdet oder klinisches Urteilsvermögen verdrängt wird.

Konsequenz

Konsequenz
Bei korrekter Umsetzung reduziert das Modell Festnahmen und Klinikaufnahmen nach Krisen, fördert die Weiterleitung zu gemeindenahen Diensten und stärkt das Vertrauen zwischen Gemeinden und Einsatzkräften.

Umkehrung

Umkehrung
Eine traditionelle einheitliche Reaktion, bei der die Polizei allein psychische Notfälle ohne klinische Expertise vor Ort oder eine separate klinikergeführte mobile Reaktion bewältigt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für vor-Ort-Kriseninterventionen und geplante Nachsorge; es ist nicht gleichzusetzen mit rein zivil geführten Krisenteams, ersetzt nicht stationäre psychiatrische Versorgung, wenn nötig, und ist nicht geeignet als Ersatz für spezialisierte taktische Einheiten bei hochriskanten gewalttätigen Einsätzen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überlappt mit Mobile Crisis Response und Crisis Intervention Team-Ansätzen; die Spannung besteht darin, ob die Intervention klinikergeführt, polizeigeführt oder wirklich kooperativ sein sollte und wie die Grenzen zwischen therapeutischer Vertraulichkeit und Sicherheitsberichtspflichten gezogen werden.

Synthese

Synthese
Das Co-Responder-Modell ist eine strukturierte Partnerschaft, die polizeiliche Autorität und verhaltensmedizinische Praxis vereint, um vor Ort zu stabilisieren, Sicherheit zu managen und Zugänge zur Versorgung zu schaffen, während Zwang und Kriminalisierung minimiert werden.