Definition
Der systematische Prozess der Identifizierung, Bewertung, Priorisierung, Minderung und Überwachung von Bedrohungen und Schwachstellen, die die Ziele, Sicherheit, Vermögenswerte oder den Ruf einer Organisation beeinträchtigen könnten.
Prinzip
Prinzip
Risiken proportional steuern: Ressourcen zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes der wichtigsten Risiken einsetzen und niedrigprioritäre Risiken dokumentiert akzeptieren oder übertragen.
Demonstration
Demonstration
Eine Strafverfolgungsbehörde führt eine Bedrohungsanalyse für die Einführung von Körperkameras durch, erkennt Lücken bei Datensicherheit und Ausbildung, priorisiert Maßnahmen und setzt eine stufenweise Minderung mit Überwachungskennzahlen um.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Risiko management als einmalige Compliance-Aufgabe (Checkliste) behandeln statt als fortlaufenden Zyklus, der sich an operative Veränderungen und neue Bedrohungen anpasst.
Konsequenz
Konsequenz
Richtiges Risikomanagement reduziert unerwartete Verluste, informiert Ressourcenverteilung, verbessert Entscheidungsfindung bei Unsicherheit und erhöht die organisatorische Resilienz.
Umkehrung
Umkehrung
Ohne vorausschauendes Risikomanagement reagiert eine Organisation erst nach dem Auftreten von Vorfällen, oft mit höheren Kosten und größeren Schäden für Stakeholder und Auftrag.
Abgrenzung
Abgrenzung
Umfasst vorhersehbare operationelle, rechtliche, finanzielle, reputationsbezogene und sicherheitsrelevante Risiken im Einflussbereich der Organisation; beseitigt nicht alle Risiken und garantiert keine Ergebnisse.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zu 'Compliance', wenn als Risikomanagement bezeichnete Aktivitäten lediglich Checklisten sind; echtes Risikomanagement ist umfassender und zukunftsorientiert.
Synthese
Synthese
Risikomanagement in der Strafverfolgung ist ein kontinuierlicher, proportionierter Prozess zur Erkennung und Reduzierung von Bedrohungsexpositionen durch priorisierte Maßnahmen, Überwachung und informierte Akzeptanz, wo angebracht.