 ##  [Bewertung der Quellenzuverlässigkeit](/de/node/44788) 

 Definition

Ein strukturierter Prozess, den Strafverfolgungsbehörden verwenden, um die Glaubwürdigkeit, Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit einer Informationsquelle (menschlicher Informant, technischer Datenstrom, dokumentarischer Beleg oder Open-Source-Element) zu bewerten und deren Eignung für Ermittlungs-, Einsatz- oder Beweiszwecke zu bestimmen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Bewertung von Herkunft, Korroboration, Motiv, Erhebungsmethode, zeitnaher Genauigkeit und dokumentierter Zuverlässigkeitshistorie; Anwendung konsistenter Kriterien, Gewichtungen und Dokumentation zur Begründung von Entscheidungen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein Ermittler beurteilt einen vertraulichen Informanten, der zuvor teilweise korrekte Hinweise geliefert hat, indem er frühere Fallausgänge prüft, die Aussagen des Informanten mit Telefonmetadaten und Überwachungsaufnahmen abgleicht und eine mittlere Zuverlässigkeitsbewertung mit Bedingungen für eine Gegenprüfung dokumentiert.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Einstufung eines Social-Media-Beitrags oder eines anonymen Hinweises als zuverlässig allein deshalb, weil er zur Hypothese des Ermittlers passt, ohne Herkunft, frühere Genauigkeit oder unabhängige Bestätigung zu prüfen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Verbessert die Priorisierung von Ermittlungsansätzen, verringert das Risiko verschwendeter Ressourcen und fehlerhafter Maßnahmen und liefert dokumentierte Bewertungen, die staatsanwaltschaftliche und aufsichtliche Entscheidungen stützen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Alle Quellen ohne Bewertung als gleich zuverlässig zu behandeln, was zu übermäßiger Abhängigkeit von nicht verifizierten Informationen und erhöhtem Fehlerrisiko führt.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Bezieht sich auf evaluative Urteile zur Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit von Quellen für operative Zwecke; bestimmt nicht selbst die gerichtliche Zulässigkeit und ersetzt keine forensischen Verifikationsverfahren.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Unterscheidet sich von einem einfachen "Vertrauenswert" durch die Forderung nach dokumentiertem Kontext, Bestätigung und Analystenurteil; überschneidet sich mit Glaubwürdigkeitsbewertungen im Nachrichtendienst, ist jedoch auf polizeiliche Beweise und Verfahren zugeschnitten.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eine Bewertung der Quellenzuverlässigkeit ist ein dokumentiertes, kriterienbasiertes Urteil, das Herkunft, Korroboration und historische Genauigkeit kombiniert, um zu bestimmen, welches Ermittlungsgewicht einer bestimmten Quelle beizumessen ist.